Core Web Vitals ist der Satz von Kennzahlen, mit denen Google das tatsächliche Nutzungserlebnis einer Seite misst — kein subjektives „wirkt schnell“, sondern konkrete, messbare Zahlen. Seit einigen Jahren gehören sie zu den Rankingsignalen und zugleich zu den am häufigsten vernachlässigten Teilen des SEO.
Die drei Kennzahlen der Core Web Vitals
- LCP (Largest Contentful Paint) — wie lange das größte sichtbare Element der Seite, etwa eine Überschrift oder ein großes Bild, bis zur vollständigen Darstellung braucht. Guter Wert: unter 2,5 Sekunden.
- INP (Interaction to Next Paint) — wie schnell die Seite auf eine Eingabe reagiert, etwa einen Klick oder Tastendruck. Guter Wert: unter 200 Millisekunden.
- CLS (Cumulative Layout Shift) — ein Maß dafür, wie stark das Layout während des Ladens springt. Guter Wert: unter 0,1.
Warum Google das im Ranking belohnt
Google erklärt seit Langem, dass es Menschen Seiten zeigen will, die nicht nur inhaltlich passen, sondern sich auch angenehm benutzen lassen. Eine langsame Seite, deren Layout beim Lesen springt, ist ein schlechteres Erlebnis — und Google hat die Daten, die zeigen, dass Menschen solche Seiten schlicht verlassen. Core Web Vitals ist der Versuch, das mit Zahlen statt mit Vermutungen zu messen.
Die häufigsten Fehler, die den Wert verderben
- Unkomprimierte, zu große Bilder in voller Auflösung
- Überflüssige JavaScript-Bibliotheken auf jeder Unterseite, auch wo sie nicht gebraucht werden
- Kein verzögertes Laden für Inhalte unterhalb des ersten Bildschirms
- Webschriften, die die Textdarstellung blockieren (fehlendes `font-display: swap`)
- Werbung und Skripte Dritter (Chats, Tracking-Pixel), die synchron geladen werden
- Elemente ohne reservierten Platz (Bilder, Banner, Schaltflächen), die nach dem Laden hineinspringen
Wie Sie Ihren eigenen Wert prüfen
Am schnellsten geht das mit Googles kostenlosem Werkzeug PageSpeed Insights — Adresse einfügen genügt. Es lohnt sich, sowohl die mobile als auch die Desktop-Fassung zu prüfen, da sich die Ergebnisse deutlich unterscheiden können. Zum Vergleich: Projekte, die unser Haus verlassen, erreichen im Schnitt 98/100 bei Google PageSpeed — nicht weil das eine Ausnahme wäre, sondern weil Performance ab der ersten Zeile Code Teil des Vorgehens ist und keine Korrektur am Ende.
Was wir anders machen
- Next.js und eine moderne Architektur statt schwerer Template-Systeme
- Bildoptimierung und Komprimierung bei jedem Livegang
- So wenige JavaScript-Abhängigkeiten wie möglich beim Start
- Core-Web-Vitals-Tests als fester Schritt vor der Veröffentlichung, nicht auf Wunsch
Wenn Ihre jetzige Seite bei PageSpeed schlecht abschneidet, können wir sie analysieren und konkrete Korrekturen benennen — manchmal sind das wenige Stunden Arbeit statt eines Neubaus. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular.